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Appell des SPOA-Präsidenten Zeitvogel zur Flüchtlingsproblematik

Öffentlicher Appell des Sportausschusses Baden-Baden an die Stadt Baden-Baden und

die Mitglieder des Gemeinderates der Stadt Baden-Baden

 

Die Flüchtlingsströme bzw. Unterbringungen kommen jetzt auch immer massiver in unserer Stadt Baden-Baden an. Die Verantwortlichen der Stadt Baden-Baden, allen voran Herr Bürgermeister Michael Geggus, arbeiteten und planten schon in der Vergangenheit mit sehr viel Weitblick an der schwierigen Herausforderung für unsere Stadt. Durch Einrichtung und Planung von verschiedenen Unterbringungsmöglichkeiten konnten bisher öffentliche Hallen, deren Nutzer unsere Vereine (Sport und Kultur) der Stadt sind, außen vor gelassen werden. Durch die schnellstmögliche Planung und Einrichtung einer größeren Unterbringungseinheit auf dem Waldseeplatz wäre dies auch zukünftig weiter gewährleistet gewesen. Doch tut sich unser Gemeinderat schwer, sich zu einer endgültigen Entscheidung für das Projekt „Waldseeplatz“ durchzuringen. Mit Sicherheit kann auch auf dem Waldseeplatz eine menschenwürdige Unterkunft für eine große Anzahl von Flüchtlingen kurzzeitig geschaffen werden, zumal die Mitglieder des Gemeinderates die Möglichkeit der Mitgestaltung haben.

 

 

Der Appell des Sportausschusses Baden-Baden an den Gemeinderat:

Gehen Sie für unsere Vereine den Weg der Stadtverwaltung in der Frage

Flüchtlingsunterkunft Waldseeplatz mit.

 

 

Unsere Vereine, egal ob Sport oder Kultur, leisten auch in der Flüchtlingsfrage eine große ehrenamtliche Arbeit, indem sie helfen, die Menschen in den Vereinen und damit in unsere Gesellschaft zu integrieren und zu unterstützen. Jetzt ist die Stadt gezwungen, die Hallen, in denen unsere Vereine ihre Arbeit leisten, für Flüchtlingsaufnahmen in einem Notfallplan den Vereinen für eine gewisse Zeit zu entziehen. Dies wird schlimme Folgen für die Vereine bzw. auch für unsere gesamte Stadt haben.

Warum?

Wen brauchen wir zur Integration dieser vielen bedürftigen Menschen, die da kommen? Wir brauchen ehrenamtliche Helfer aus unseren Vereinen, in denen das Ehrenamt an oberster Stelle steht. Durch Belegung der Hallen nehmen wir den Vereinen und den darin tätigen ehrenamtlichen Helfern jegliche Grundlage bei der Integration von Flüchtlingen in unsere Vereine bzw. Gesellschaft. Wie sollen wir helfen, wenn wir keine Zeiten für Training und Spielbetrieb für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zur Verfügung haben? Der Spielbetrieb im Sport und auch sonstige Veranstaltungen durch die Vereine ist für viele meist die einzige Einnahmequelle, um die Vereine funktionsfähig zu halten. Diese würde für einige, auch in einer kurzzeitigen Überbrückungszeit, das „Aus“ bedeuten. Zeit, Platz, Helfer und letztendlich Geldmittel würden auch für die Integration von Flüchtlingen fehlen. Zudem Laufen wir Gefahr, dass unserer Willkommenskultur, und diese ist in unserer Stadt eindeutig vorhanden, unsere Bürgerinnen und Bürger erstarren lassen. Solange wir uns in unseren Vereinen wohlfühlen, solange denke ich, ist die Bereitschaft groß, zu helfen. Vermeiden wir ein Desinteresse unserer Gesellschaft, den bedürftigen Menschen zu helfen und versuchen wir, diese Menschen weiter in unsere Stadt zu integrieren. Ohne entsprechende Hallen oder Räumlichkeiten für Training, Spielbetrieb und Veranstaltungen geht es nicht.

Wir brauchen die bisher errichteten - und brauchen die in Planung befindlichen Einrichtungen, alle, die mit Weitblick durch die Stadt Baden-Baden auf den Weg gebracht worden und werden.

Im Namen der Vereine und deren ehrenamtlichen Helfern: Vermeiden Sie dringlich die Belegungen von Sport- und anderen Veranstaltungshallen; der Schaden für unsere Vereine wird danach sehr groß und unheilbar sein.

 

Armin Zeitvogel

Präsident Sportausschuss

Baden-Baden, am 1. Oktober 2015